Vegan? Gedanken, Eindrücke und Ängste

Ich bin ja immer wieder ein Fan von Kris Carr. Heute Morgen poppte in meiner Youtube-Abo-Box ein neues Video von ihr auf. Dieses Mal gab es ein Interview mit Nathan Runkle und ihr hört deshalb schon wieder so schnell von mir, da ich dieses Interview unbegingt mit Euch teilen möchte.

Nathan Runkle hat mit 15! die Organisation "Mercy for animals" gegründet. Ein Lehrer hatte damals kleine neugeborene und dann getötete Ferkelchen mit in die Schule gebracht, um diese dort im Bio unterricht zu obduzieren. Eines davon lebte wohl noch, weshalb ein Mitschüler, der auch auf der Schweinefarm arbeitete, es an den Beinchen nahm und mit dem Kopf mehrmals auf den Boden aufschlug. Die anderen Schüler waren so verstört darüber, dass sie das kleine Ferkelchen zu einem anderen Lehrer brachten, von dem sie wußten, dass er sich für Tierrechte einsetzt. Dieser fuhr damit dann sofort zum Tierarzt, um es einschläfern zu lassen. Als die Schüler den Lehrer und den Mitschüler anzeigten, wurde das Ganze sofort eingestellt, da kein Recht verletzt wurde und das wohl "ganz normal" ist, Ferkelchen so zu töten. Darauf hin gründete er die Non-Profit Organisation "Mercy for animals", welches dieses Jahr ihren 15. Geburtstag feiert und in den letzten Jahren sehr viel erreicht hat.

Auch wenn ich seit vielen Jahren Vegetarier bin und mich auch schon oft mit dem Thema vegan einmal auseinander gesetzt habe, hat mich dieser Vortrag von Nathan Runkle noch einmal ganz anders und neu berührt.

Er erklärt sehr anschaulich, wie welche Tierart, egal ob Vogel, Rind, Schwein, aber auch Fisch, was fühlt und was der Stand der Wissenschaft darüber sagt. Ich kann gar nicht genau in Worte fassen, warum mich da extrem berührt hat, auch wenn ich vorher schon viele andere Dokumentationen und Vorträge gehört habe, aber es hat angegdockt.

Schon nach dem "Sojale-Blogger-Event" mit dem veganen Koch Björn Moschinksi, habe ich mir viele Gedanken darum gemacht, wie wenig authentisch ich lebe, wenn ich irgendwelche tierischen Produkte konsumiere. Es passt nicht zu meinem Wesen und meinem Weltbild. Es fühlt sich einfach nicht richtig an. Es ist ganz klar, dass da irgendwann eine Entscheidung für mich persönlich anstehen wird. Ich kann nicht Tiere so sehr lieben, weinen, wenn ich bei Youtube und Co irgendwelche Bilder sehe und dann weiter Massentierhaltung und Ausbeutung unterstützen.

Aber ich fühle mich, wohl wie viele Menschen, die sich schon solche Gedanken gemacht haben. Man hat Angst vor dem Absprung, Angst vor den vielen neuen Situationen, Angst vor Stigma, Angst vor Diskussionen, Angst vor Ausgrenzung. Und dann frage ich mich gleichzeitig, ist diese Angst, die wieder damit zu tun hat "was andere denken", es Wert, weiter ein System zu unterstützen, was Angst und Schrecken über Millionen von Tieren verbreitet.

Zum ersten Mal habe ich mich hingesetzt und etwas weiter gegoogelt und als ich mir die Wikipedia-Seite von einem der größten deutschen Geflügelzüchter durch gelesen habe, konnte ich kaum glauben, wie lang die Liste der Skandale ist und wie nicht nur Tier, sondern auch Mensch dort systematisch ausgbeutet werden. Als ich dann mir die Seite selbst mal anschaute und mir überall die Worte "soziales Engagement" entgegen kamen, musste ich fast brechen. 

Ich weiß noch nicht, wie ich mit all den Eindrücken und Gedanken nun umgehen soll und ich würde mich über Tipps von denjenigen, die den Absprung geschafft haben sehr freuen. Und auch freue ich mich über Kommentare von Euch, die sich auch schon das ein oder andere Mal zu dem Thema Gedanken gemacht haben und den Absprung noch nicht geschafft haben. Was sind Eure größten Ängste und Bedenken?

Irgendwie finde ich es komisch, dass es Tonnen von Informationen zur rein pflanzlischen Ernährung gibt, dass es einfacher ist, wie nie, in unserer Gesellschaft vegan zu leben und trotzdem diese Angst...

Hier noch mal alles Links:

Nathan Runkle bei Wikipedia
Organisation Mercy for Animals
Nathan Runkle Interview mit Kris Carr
Nathan Runkle bei Google Talk ANSCHAUEN


***** Adventszeit *****

Trotz manch wochenlanger Pause, komme ich immer wieder zurück um zu berichten :)
Da heute der letzte Monat des Jahres angebrochen ist und ich das Jahr, vielleicht nicht mit einem Bang, aber trotzdem mit gesunden Gedanken und Taten beenden möchte, wollte ich mich heute Mal kurz mit ein paar Gedanken bei Euch melden.

* Ich liege seit gut 8 Tagen mit Grippe & Co im Bett, weshalb ich den Post auch gerade von meinem Iphone schreibe. Langsam freue ich mich wieder meinen Alltag mit arbeiten zu bestreiten, aber bis Mittwoch muss ich noch ruhen. Ich bin es natürlich gar nicht gewohnt, so viele Tage in Wohnung und Bett zu verbringen und langsam fällt mir wirklich die Decke auf den Kopf, aber es ist wichtig, dass ich mich auskuriere. Mich hatte es wirklich richtig erwischt. Mein Körper hat mir ein riesen großes Stopzeichen vor die Nase gehalten und ich hatte gar keine andere Möglichkeit, als mich daran zu halten. Mein Wort des Jahres war auf jeden Fall "Stress" und mein Satz des Jahres "Ich muss irgend etwas gegen meinen Stress finden". Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einer "dieser" Leute sein würde. Ich könnte nun große Ziele für 2015 schon in den Raum werfen, aber dass lass ich erst mal und setze mir als Ziel im Dezember gut zu mir und meinem Körper zu sein. Schritt für Schritt.

* In der letzten Woche hatte ich dabei viel Zeit mir Gedanken zu machen: Wie packe ich das an? Wie vereinbare ich das in Zukunft mit dem Blog? Schon öfter habe ich mir überlegt, dass alte hinter mir zu lassen und etwas Neues hier zu wagen, aber irgendwie hänge ich doch an diesem Blog hier, auch wenn ich mich mit dem Namen nicht mehr wirklich identifizieren kann und ich auch schon vor einigen Wochen an etwas Neuem gearbeitet habe. Eine Lösung habe ich noch nicht gefunden, also bleibt erst Mal alles beim Alten.

* Adventszeit: JUCHU!!!!! Ich hatte noch nicht wirklich die Kraft viel in meiner Wohnung zu dekorieren, werde das aber bald nachholen und dann muss ich Euch evt. auch mit ein paar Fotos bombadieren, da ich die Weihnachtszeit einfach so sehr liebe.


* Weihnachtszeit bedeutet für mich gleichzeitig "Frank-Zeit" wie ich sie immer nenne, denn dann spielt bei mir Frank Sinatra, Sammy Davis Jr, Dean Martin und viele andere aus der Zeit rauf und runter. Für die Augen gibt es dann wieder alte Filme. Ich liebe einfach nichts mehr, als Sonntags nachmittag bei kaltem Wetter mit Tee eingekuschelt, eine alte schwarz-weiß Schmalze zu gucken.

* Gott sei dank habe ich während meines Krankenbettes die Serie "Mad Men" für mich entdeckt und ein zweites Mal Gott sei dank, gab es bei watchever alle Staffeln zum schauen. Zwischen viel Schlaf, einer Warmflasche, Ingwertee und Naseputzen hat mir das Mal richtig gut getan.

* Mein Vater ist der neue Master der grünen Smoothies! Er hat dadurch ganze 9kg abgenommen und fühlt sich wunderbar. Vielleicht frag ich ihn mal ganz lieb, ob er Interesse hat, einen Blogpost darüber zu schreiben. Es ist wirklich wahnsinn, was das für seine Gesundheit getan hat und ich denke, dass einige Euch daran interessiert wären, etwas darüber zu lesen. Er hat gerade einen Bluttest beim Arzt gemacht und die Werte waren wirklich fantastisch. Außerdem konnte ich schon einmal in den Genuß kommen, seine grünen Smoothies zu probieren und sie schmecken irre gut!

* In den letzten Wochen habe ich viel über "Energie" lernen müssen. Mir war nie klar, wie empfindlich ich auf gewisse Situationen und Menschen reagiere, die sich wie so richtige "Energie-Vampiere" anfühlen. Da möchte ich in nächster Zeit mich viel mehr abgrenzen bzw. Grenzen setzen, denn ich mußte jetzt wirklich auf dem harten Weg lernen, was viel Stress und viel negative Energie vor allem mit meiner körperlichen Gesundheit macht.

* Beim Reiten bleibe ich weiter dran, aber ich muß ehrlich zugeben, dass mir das nicht so leicht fällt. Klar ist das auch in meinem Alter nicht mehr so leicht, aber manchmal verzweifle ich ganz schön, aber der Spaß daran überwiegt trotzdem.

* Am aller aller aller meißten freue ich mich aber wieder auf den Ski-Urlaub in der ersten Januar Woche. Ich kann es kaum abwarten.

Aber nun drehe ich mich wieder und wickel mich tief in die Decke ein. Entschuldigt also den langen, nicht editierten Text aus meinem Krankenbett. Ich wollte einfach mal wieder mit Euch in Touch treten und ich hoffe es geht Euch allen gut.

Ich wünsche Euch jetzt schon mal eine wundersame und gemütliche Adventszeit. :)


Erste Laufschritte!!! :)

Die letzten beiden Wochen hatte ich Urlaub. Anstatt eine schöne Reise zu machen, habe ich die Zeit genutzt mich selbst wieder "aufzupeppeln". Der Stress des letzten Jahres hat wirklich seine Spuren hinterlassen. Ich erkenne mich manchmal selbst kaum wieder, wenn ich in den Spiegel schaue. Ich habe viele Versuche gestartet, um wieder zu mir selbst zu finden, egal ob mental oder gewichtstechnisch und es ist mir nicht wirklich gelungen. Aber manchmal muss man auch einfach nur Geduld haben und warten bis die richtige Zeit kommt. Und die war nun da. :)

Die meisste Zeit habe ich bei meinen Eltern auf dem Land verbracht, war viel wandern und spazieren, habe das satte grün der Felder genossen, den weiten Blick und vor allem die Ruhe.

Und ich habe gute Nachrichten: Wer den Blog schon etwas länger verfolgt, weiß dass ich seit etwas mehr als einem Jahr dem Blognamen nicht gerecht werden konnte und die Laufschuhe in die Ecke stellen musste. Drei Besuche bei verschiedenen Orthopäden und Meinungen von Nerv dies, Einlagen das, blablabla, hat alles nichts geholfen. Immer habe ich die ersten Schritte wieder versucht und mußte feststellen: Nö, es hat sich nicht geändert. Bein verkrampft immer noch und fühlt sich nach ca. 1 km taub an. Meine Mutter hat in der guten Heimat einen Termin bei einem Osteopathen gemacht. Tja und wer hätte gedacht, dass mir eine Behandlung schon ein völlig neues Beingefühl gibt. Nicht nur das sich mein rechter Unterschenkel generell irgendwie 10 Jahre jünger anfühlt, sondern ich kann tatsächlich wieder Laufen!!!! Klaro muss ich nun langsam machen und ich bin weit entfernt von da, wo ich mal war, ABER ich kann wieder ansetzen und mich wieder langsam rantasten. Und so habe ich mit dem Couch to 5k App begonnen langsam wieder zu laufen! Ich spüre zwar, dass bestimmt noch 1-2 Behandlungen notwendig sind, bis das Problem völlig behoben ist, aber trotzdem bin ich einfach nur froh, froh, froh und ja noch einmal froh, dass ich nun eine Behandlungsart und Lösung dafür gefunden habe.

Ich habe in vielen Blogposts genug darüber gejammert, wie sehr mich "das nicht laufen können" total frustiert hat. Auch wenn das definitiv nicht der richtige Weg war den Sport komplett an den Nagel zu hängen, wußte ich trotzdem dass es einfach genau damit zu tun hatte, denn Laufen, das war immer mein Ding und mehr als nur für die Figur. Es war mein mentaler Ausgleich und ich freue mich total, dass ich nun (auch wenn langsam) wieder meinen liebsten Bewegungsfreund zurück habe.

Zurück in Düsseldorf nutze ich die restlichen Urlaubstage, um meine Wohnung etwas auszumisten, so dass ich am Montag "fresh" und mit Neustart zurück an die Arbeit kann. Ach ja und der Blog wird auch bald umziehen...:)))

Meine liebsten Youtubechannel

Gestern hatte ich einen wirklich schönen Samstag. Da ich am Freitag Abend noch in den sauren Apfel gebissen habe und die Wohnung schon sauber war, konnte ich den Samstag in vollen Zügen geniessen! Gemütlich wach werden mit Yoga und einem greenen Smoothie, etwas trödeln, lesen und viel Internet gucken...ach herrrrrlich. Gestern Abend kam dann noch meine Freundin Maria zu Besuch und da habe ich zum ersten Mal etwas über die Strenge geschlagen. Ich habe schon einige Wochen keinen Alkohol getrunken, aber manchmal muss man sich für eine Girlsnight etwas gönnen. Obwohl ich "nur" drei Weinschorlen hatte, ging es mir heute morgen jedoch nicht so gut und ich habe mich dazu entschieden, erst Mal für eine längere Zeit wieder keinen Alkohol zu trinken. Momentan tut es mir nicht gut und das Abnehmen wird ja auch nicht dadurch gefördert. Aber wegen gestern bin ich nicht böse, denn es war mal wieder so ein richtig schöner Mädchenabend.

Vorher hatte ich noch ein schnelles Video über meine liebsten Youtubekanäle gemacht.

Heute morgen hatte ich ein ziemliches down. Ich weiß, dass alles ein Prozess ist und es ist gar nicht so leicht Videos zu drehen, schneiden und zu bearbeiten. Ich stelle mir das alles noch etwas anders vor. Ich arbeite daran und bin erst einmal stolz, dass ich nun schon bei Tag 10 bin.

Jetzt aber erst einmal Video Tag 9 und ich sage bis morgen.



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