Ich bin dann jetzt beim Kung Fu

Aufregende Woche. Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. Am besten, warum ich diese Woche bei einem Kung Fu Training war.

"Mein Bürojob und anderes hat mich wieder dick gemacht" wäre mittlerweile ein besserer Blogname, jedoch habe ich mir überlegt, dass der Name des Blogs nun einfach so ist, auch wenn er wenig zu mir passt. Die Sache ist, dass ich seit drei Jahren nach einem anderem Namen suche und da ich jedes Mal nach kurzer Begeisterung doch wieder unzufrieden bin, bleibt es beim nachdenken und nicht beim Handeln. Vielleicht sollte ich jeden Monat den Header zu einem neuem Motto und Blogtitel ändern.

Aktuell wäre der Titel dann folgender: Moppel und ihr erstes Kung Fu training.

Das ich mit einem Kung-Fu Training beginne war nicht meine Idee. Das möchte ich betonen.
Das Leben war nicht so einfach die letzten Monaten und anstatt zu jammern wurde mir empfohlen ein Jahr lang Kung-Fu zu trainieren.

Mir kitzelt es in den Fingern die ganze Geschichte zu erzählen, aber die möchte ich mir noch etwas aufbewahren. Sie ist auf jeden Fall unfassbar witzig und die engen Freunde, die sie kennen haben sich alle kaputt gelacht und mich alle dazu ermuntert diesem Rat der einen Person zu folgen und Kung Fu wirklich einmal auszuprobieren.

Also begann ich zu googlen, zu lesen und mich zu informieren und dann war es am Mittwoch endlich so weit und ich begab mich zu einem Probetraining.

Bevor ich über das Training selbst berichte, möchte ich betonen, dass ich es mit meinen 36 Jahren immer noch hasse, mich in solche neue und ungewohnten Situationen begeben. Ich sitze dann doch in meiner Freizeit lieber bequem und mit Leuten die ich schon kenne auf der Couch. Neuer "Sport" von dem ich null aber wirklich null-komma-null Ahnung habe, plus mein negativer Fitnesslevel, plus neue Leute, gleicht weinen und Verzweiflung in meinem Kopf - Vorfreude kann man es nicht nennen.

In den schwärzesten und weitesten Klamotten (ich bilde mir immer ein: je schwärzer und weiter, desto unsichtbarer), begab ich mich also zitternd zur Kung-Fu Schule.

Wir begannen mit einem Warm-up und nach 5 Minuten hätten ich und mein Schweinehund das Training am liebsten schon beendet. Also nahm ich diesen an die Leine und er musste mit durch die Halle rennen. Er hatte beim Kung-Fu Training tatsächlich keine Chance. Der Gegner Schweinehund hat mein erstes Kung-Fu Training also schon mal nicht überlebt. Kung-Fu wirkt! :D

Ich würde jetzt gerne näher das Training beschreiben, jedoch habe ich keine Ahnung, wie ich das alles nennen soll: Sprünge, Kicks, Formen, Übungen? Ihr seht ich bin ein absoluter Anfänger mit keiner Ahnung von nichts. Ich würde nur quatsch erzählen.

Was ich aber erfahren konnte, war das es riesigen Spaß gemacht hat, auch wenn ich zwischenzeitlich dachte, dass mein Leben nun beendet sei. Die Entscheidung, dass ich weiter mache, beruht aber darauf, dass ich seit langem mal den Kopf frei hatte. Ich habe endlich mal 90 Minuten an nichts gedacht und habe in jedem einzelnen Moment versucht mein bestes im Kung Fu zu geben. Endlich habe ich mal wieder einen Mute-Button für den Kopf gefunden.

Mein Körper hat nach dem Training auch den Mute-Button gefunden, weshalb mir nichts anderes übrig blieb als nur noch ins Bett zu fallen. Und nun ist Samstag und der Muskelkater plagt mich immer noch.

Ich werde den Blog jetzt nicht umbenennen in Highheels & Kung-Fu, aber trotzdem werde ich wohl nun mal wieder öfter ein paar Texte schreiben, denn diesen Weg möchte ich nicht nur erstens gerne für mich festhalten, sondern auch gerne den einen oder anderen damit ermutigen, den Schritt aus der Comfortzone heraus zu wagen und was neues zu beginnen...

Bis dahin aber nun ein schönes Wochenende,
Eure Mimi



von Veränderungen

Es fühlt sich richtig unheimlich an. Seit ich zum letzten Mal hier von mir hören ließ, ist sehr viel Zeit vergangen. Das ich mich zum letzten Mal hier eingeloggt habe, ist bestimmt auch schon wieder ein halbes Jahr her. Kaum zu glauben, aber dieser kleine Blog hat 1 Million aufrufe! Das ist doch der Wahnsinn.

Es ist über 5 Jahre her, dass ich hier meinen ersten Post veröffentlicht habe und wenn ich darüber nachdenke, was sich in der Zeit alles verändert hat, dann ist das sehr viel. Eigentlich alles.

Das Schöne ist, dass es mir wirklich gut geht. Da waren einige tiefe Phasen, aber es stimmt schon, dass man daran wächst. Vor ca. 2 Jahren hatte ich den bisher größten Einschnitt in meinem und seitdem kann ich verlauten, dass mein Leben nicht nur besser, sondern auch authentischer und konstant zufriedener geworden ist. Dabei will ich nun gar nicht sagen, dass die Tage immer leicht waren. Auch wenn man sich auf den Weg macht, sein Leben zu verändern, heißt das dann nicht plötzlich, dass nur noch die Sonne scheint. Früher dachte ich immer das die Veränderung im Außen zu liegen hat. "Wenn ich das und das in meinem Leben habe und das und das passiert ist, dann ist wird alles toll sein." Die Umstände waren immer das Problem.

Ich habe lange gebraucht um festzustellen, dass nicht die Umstände das Problem sind, sondern meine Einstellung zum Leben. Aber was dann? Was passiert, wenn ich klipp und klar feststelle, dass alles was ich bisher gedacht habe, doch nicht so gut war?!

Genau, da fängt man von vorne an und ist offen für eine lange Reise und keine schnelle Nummer.
Wahre Veränderung dauert und ist ein stetiger Prozess.
Das einzige was sich nicht verändert hat, ist mein Gewicht auf dem ich nun seit 2 Jahren festhänge.
Es ist Gott sei dank nicht weiter nach oben gegangen, jedoch leider auch überhaupt nicht nach unten. Höchstgewicht.
2015 hatte ich noch gefühlte 1000 Versuche gestartet, um etwas zu verändern, aber außer einem kleinem Versuch habe ich mich 2016 gar nicht darum gekümmert und meinen Fokus auf einen Misch-Masch aus Leben genießen und mich erst Mal sonst weiter entwickeln gelegt.

Wenn ich die alten Posts lese, kommt immer wieder etwas Bewunderung für die alte Mimi hoch, die damals echt viel geschafft habe. Körperlich ging es mir damals super und ich habe auch nie wieder so gut ausgehen...

Rein sportlich würde ich da total gerne wieder hin oder vielleicht dieses Mal noch weiter... Das wird ein langer Prozess, aber ich denke, dass ich für den nun bereit bin.

Bis bald...

Kurkuma, Kräuter und neue Wege

Aus dem Plattenspieler ertönt Roxy Music, ein paar Kerzen leuchten und auf dem Herd köchelt mein Kurkuma Tee. Mich hat es, wie viele andere auch, erwischt. Grippe.  Und trotzdem möchte ich mich nicht beklagen, denn mir geht es sehr gut.

Es ist nicht leicht zu akzeptieren, dass ich so zugenommen habe. Es wäre gelogen, wenn ich schreiben würde, dass die optischen Gründe mir nichts ausmachen, denn das tun sie, aber trotzdem geht mir gerade wesentlich mehr an die Substanz, wie sich mein Körper anfühlt. Auch wenn ich morgens wieder Smoothies mache und auch tagsüber darauf achte, etwas gesünder zu essen, startet meine neue Reise zur Gesundheit still und leise.

Irgendwie funktioniert das gerade auch alles sehr gut. Ich war selten so die Ruhe weg. Es gibt gewisse Charakterzüge, die ich momentan ziehen lasse, bzw. an denen ich arbeite und ich hätte nie gedacht, dass es wirklich funktioniert. Und der Schlüssel dazu ist absolute Ehrlichkeit mit mir selbst. Einige Dinge habe ich jahrelang verdrängt und bei anderen Sachen dachte ich, dass genau diese zu meiner Identität gehören und ich sie gar nicht ziehen lassen will. Es ist komisch, dass man damit sehr oft auf die Schnauze fällt und trotzdem denkt man, dass es irgendwann so klappen wird. Wir Menschen sind komische Wesen. Man spürt jede Menge Schmerzen und trotzdem denkt man, dass man ja schon alles weiß und alles irgendwie richtig macht. Und so klammert man sich fest, anstatt den Geist Mal für  neue Wege und Aktionen zu öffnen.

Ich gehe viel spazieren und liebe die Natur. Ich verbringe wieder mehr Zeit mit Freunden und ich beschäftige mich mit neuen Dingen.



Zum einen habe ich mir ein schönes Buch über Kräuter gekauft. Es gibt viele Bücher dazu auch in deutsch, aber wie einige von euch wissen, lese ich viel englische Literatur. Das Buch heißt "Medical Herbs"* von Rosemary Gladstar. Das ist wirklich toll gemacht und es gibt viele Tipps, welche Kräuter für welche Wehwechen helfen, aber auch wie man Tee´s, Salben und Co aus den Kräutern macht. Auch gibt es viele Tipps, wie man Kräuter anpflanzt und das war das erste wo ich auf meiner Kräuterreise begonnen habe. Normalerweise habe ich keinen grünen Daumen, aber nun versuche ich mich mit liebevollem Daumen drum zu kümmern und bin ganz gespannt was passiert.



Vor ein paar Monaten habe ich im Internet irgendwo gelesen, dass Mandalas malen gut für Seele und Geist seien. Als ich in einem Buchladen durch Zufall ein Mandala Buch erblickte, mußte ich es sofort kaufen. Ich hätte nie gedacht, dass ausmalen so entspannend sein kann. Das Buch heißt "Mandalazauber - fantastisches zum Ausmalen"* und ich kann es nur empfehlen. Wenn ihr noch nicht so weit seit, ein ganzes Buch zu kaufen, googelt es mal, denn dort gibt es viele zum ausdrucken. So könnt ihr Euch erst mal ausprobieren. Mir hilft das sehr, wenn mein Kopf sich mal wieder um sich selbst dreht, zu entspannen.

Mein Kurkuma-Tee ist nun fertig geköchelt und deshalb kuschel ich mit diesem und einem guten Film nun ins Bett. Ich wollte mich nur mal kurz blicken lassen und darüber schreiben, dass, wenn auch nicht mit Pauken, Trompeten und Paraden, ich bin zurück im Abenteuer "Healthy Living", nur gehe ich die Wege langsam und still. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht mit Euch zwischendurch mal teile, wo ich gerade stehe. "Sharing ist für mich Caring! And I care about you...:)"

Ich wünsche Euch noch ein paar erholsame Stunden und einen guten Start in die Woche.

Alles Liebe, Mimi