By Mimi - Dezember 01, 2011

Auch wenn ich mich körperlich fitter und gesünder denn je fühle, mental kommen oft alte Gedanken und Gefühle empor, bei denen ich dachte, dass sie vergessen seien. Ich bin stolz darauf nun den gesunden Weg eingeschlagen zu haben. Ich liebe meine Sportauszeit, ich liebe die Lauferei und ich liebe es auch, dass Essen auszuwählen, was für meinen Körper und meine Gesundheit am Besten ist.

Und trotzdem kommen dann diese Tage, an denen ich denke: "Warum geht es nicht schneller?" Ich fühle mich fett und häßlich und als würde genau das zu all meinen Problemen beitragen - wie früher!

Dabei bin ich kein Teenager mehr. Ich bin 31 Jahre alt. Eine Frau, eine Frau mit Kurven, eine Frau, zu der Männer sagen: "Du bist sexy, weiblich, etc..." Und trotzdem eine Frau, die ich nicht sein will, weil die Medien uns so geprägt haben, das man "Nichts ist", wenn man nicht rank und schlank, ja eigentlich dürr ist.

Es erfreut mich zu sehen, dass pro-health im Moment einen Aufschwung hat. Es geht um Gesundheit und Fitness und nicht mehr darum sich runter zu hungern. Und trotzdem hat man das Gefühl, dass wir tief im Unterbewusstsein nicht wirklich für Gesundheit kämpfen, sondern immer noch darum, dem Bild, was uns in den Medien gezeigt wird, zu entsprechen. Der Weg ist halt (Gott sei dank) anders und besser.

Und obwohl uns das bewusst ist, dass wir geprägt sind von Medien und Models, obwohl wir wissen, dass alle Stars und Sternchen auf allen Magazinen gephotoshopped sind, obwohl wir wissen, dass die Stars Perücken und Extensions tragen, obwohl wir wissen, dass sie sich trotz schlankem Körper in Spanx quetschen, obwohl wir wissen, dass sie geairbrushed sind und obwohl wir wissen, dass es dort noch viele Tricks von den besten Stylisten und Fotografen der Welt gibt, von denen wir nichts wissen, geben wir alles, um genau so "perfekt" sein zu wollen. Dabei haben wir keine Chance, denn das Bild entspricht nicht der Realität. Es ist nicht real und wir wissen es und rennen trotzdem diesen utopischen Bildern und Zielen hinterher.

Das macht mich oft sehr traurig, weil ich mich frage, ob es jemals noch mal eine Zeit geben wird, in der die Frau einfach nur Frau sein kann, wo ein wirkliches Ideal ist, gesund und sportlich zu sein und vor allem Zufriedenheit. Wo der Weg auch das Ziel ist und sich nicht völlig davon abkoppelt.

Es gibt Überlegungen, dass auf allen Magazinen und Fotos "mit photoshop bearbeitet" stehen soll. Aber ich frage mich, was das nützen soll, wenn die unwirklichen Bilder trotzdem so tief in unser Unterbewusstsein eingebrannt sind, dass man kaum die Macht darüber haben kann.

Ich werde Euch die Tage mal einen ehrlichen Post über meine Erfahrung mit Ernährung, Ess-störung und Co schreiben. Ich finde wir sollten alle offen darüber schreiben, denn das ist unsere einzige Chance: Austausch und gemeinsam eine Mission zu haben: Die Vision, dass die Realität doch viel schöner ist, als das was wir jeden Tag an Bildern sehen. Das jede Frau wunderschön ist, genau so wie sie ist. Wir müssen uns das jeden Tag sagen. Egal wie tief sich diese Bilder in uns verankert haben, wir sollten versuchen es nicht vergessen....dass wahre Schönheit von innen kommt.

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1 Kommentare

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, den Beitrag zu kommentieren! Bis Bald! Mimi :)