emotionales Essen vs intuitives Essen

Vor ein paar Monaten habe ich ein tolles Buch gelesen, was ich Euch gerne vorstellen möchte. Es hat mir viele neue Einblicke in die Verknüpfung von Gefühlen und Essen gegeben. Ich finde, dass es die perfekte Ergänzung zum Buch von Tosca Reno über Clean Eating ist.

Das Buch heisst: Intuitive Eatingvon Evelyn Tribole & Elyse Resch - Make Peace with Food. Free yourself from Chronic Dieting forever. Get the natural weight that fits you.

(Nun gibt es das Buch auch in deutsch: Intuitiv Abnehmen  

Es geht hauptsächlich darum, ein für alle mal Friede mit seinem Körper und der Ernährung zu machen und einfach intuitiv zu essen. Die Autoren geben dabei keine konkreten Ernährungstipps, wie zum Beispiel, weniger Kohlenhydrate, esse dies, esse das, etc. Statt dessen zeigen sie negative Verhaltensmuster auf und erklären, wie Essen häufig mit Gefühlen vom "allein sein", Langeweile oder Frust verknüpft ist. Vor allem zeigen sie aber eins: Wie man diese Muster langfristig los werden kann!



Ich muss ehrlich sagen, dass eines der besten Bücher ist, die ich über solch ein Thema jemals gelesen habe und es gibt kaum jemand der sich nicht darin wieder finden kann. Schon am Anfang werden verschiedene Typen beschrieben. Um ein paar Beispiele zu nennen:

Da gibt es die professionellen Diäter und ein weiterer Teil: die emotionalen Esser.

Ich denke, dass sehr viele Menschen in diese Kategorien fallen. Ich selbst war wahrscheinlich lange ein Mix aus professionellem Diäter und emotionalem Esser. Man sieht Essen nicht mehr als Nahrung für den Körper, um ihm Energie zu geben, sondern alles ist mit Gefühlen verknüpft. Ein gutes Beispiel ist da immer wieder: "Mir geht es doch heute so schlecht und deshalb ist nun Frustfressen angesagt." Wer von uns hat das noch nicht gemacht?

In diesem Buch wird Schritt für Schritt gezeigt, wie man aus diesem Strudel heraus kommen kann. Man kann endlich diese Verknüpfungen die man jahrelang mit Essen im Kopf mal in den Hintergrund schaffen. Statt dessen lernt man intuitiv auf seinen Körper zu hören und so zu essen, wie es für ihn gut ist.

Ein weiteres Kapitel handelt davon, wie man Sport in sein Leben integriert und es aus einer anderen Perspektive betrachten kann, als einfach nur als Mittel zur Gewichtsabnahme.

Es werden sehr viele Strategien aufgezeigt und man lernt negative Mechanismen von sich selbst kennen, welche einem nicht bewusst waren. Ich muss sagen, dass es mir auf meiner gesunden Reise sehr geholfen hat. Vor allem die Erklärungen, wie wichtig Nahrung als Energieliferant ist, statt mich, immer dann, wenn ich esse, schlecht zu fühlen...wegen jaja den Kalorien.

Aus den gelisteten Gründen ist das Buch wirklich für jeden geeignet. Besonders ans Herz möchte ich es aber allen legen, die Probleme mit emotionalem Essen haben und das Gefühl haben keine Kontrolle mehr zu haben.

Mich würde auch mal interessieren, was Eure Gründe sind, doch auf ungesundes bzw. übermäßiges Essen mal zurück zu greifen. Ist es Frust, ist es Stress?
Bei mir war die Falle jahrelang, dass ich immer wieder zwischen fasten (also fast gar nichts essen), dann das natürlich(!!!) nicht lange durchziehen zu können und dann übermäßig zu essen. Mir hat geholfen endlich zu kapieren, wie wichtig es ist, regelmäßig zu essen! Mittlerweile lasse ich, bis auf wenige Ausnahmen keine Snacks oder Mahlzeiten mehr aus. Ich habe gelernt, dass regelmäßig kleine Portionen zu essen meinem Körper sehr hilft.

Wie geht ihr damit um?

Kommentare:

  1. Hey. Das klingt nach einem wirklich interessanten Buch! Ich bin/war dann wohl emotionale esserin. Ich habe tatsächlich noch NIE eine Diät gemacht, eigentlich unglaublich da ich auch immer schon dicker war als alle anderen. Ich habe mir nur einfach sehr lange keine Gedanken darüber gemacht. Am meisten hab ich gegessen wenn ich alleine war und ich sonst nix zu tun hatte. Als ich dann doch gecheckt habe, dass es so nicht weitergehen kann ist mir die walleczek-Methode über den weg gelaufen, mein "Glück" dass das eine echt gute ernahrungsumstellung ist. Und Frust kommt mir jetzt auch ab und an noch unter, man muss echt lernen damit umzugehen und man muss auch akzeptieren, dass nicht gleich alles perfekt funktioniert. Aber es wird, mit viel geduld und Willen! LG. Susi

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    1. Ja, ich glaube das es ein teil ist den viele vergessen: Warum esse ich? Wie ist das mit meinen Gefühlen verknüpft? Was für Muster sind da immer wieder? Nur wenn man sich auch damit auseinander setzt, kann ein langfristiger lebenswandel wirklich passieren! Aber super, dass es bei dir immer besser wird! Ich habe auch zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, dies im Griff zu haben! Krasse ne? Mit 13 habe ich die erste "Doät" gemacht, obwohl ich damals total dünn war. das sind jetzt 18 Jahre her!!! 18 jahre voll von Diät und fasten, emotionalem essen...und und und...so lange hat es gedauert bis ich einen gesunden lebensstil umsetzen konnte..wahnsinn..naja aber jetzt funktioniert es ja ;))

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    2. Genau! Man muss einfach bewusst essen lernen. Ganz schön krass was wir unseren Körpern antun, ob jetzt dauerdiaten oder daueressen etc. Ich bin ja jetzt schön gut 1 Jahr dabei, mal gut, mal nicht so aber richtiger ausschlaggeber war eine nahrungsmittelallergie, was kaum einer versteht ... wenn ich sage dass ich froh darüber bin ;-) ... Gut dass wir schon früher als viele andere zum umdenken begonnen haben, auch wenn mein Ziel noch weit weg ist, die geduld darf man nie aufgeben!

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  2. Frustessen kenne ich eher weniger, ich esse zur Belohnung oder wenn ich es mir richtig gut gehen lassen will.
    Also: Abend alleine zu Hause, ich koche mir was leckeres, danach gibts was Süßes.
    Oder: Klausurenphase überstanden, ich gehe mit Freunden essen.
    Frustessen geht bei mir gar nicht. Wenns mir schlecht geht, vergeht mir auch der Appetit.

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    1. Zur Belohnung: dsas kenne ich auch..;) Aber das finde ich auch meistens okay. Ich finde es aber gerade deshalb soooo interessant, wie unterschiedlich wir alle Essen verknüpfen...
      Ich glaube aber das ich früher aus Frust & Belohnung gegessen habe..das war zu viel ;)

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  3. Wieder ein Buch das ich gerne lesen würde xD Manno, Mimi das ist gemein ;))

    Ich bin eigentlich kein emotionaler esser, ich esse eher aus langeweile.
    Was echt total nervig ist.
    Ich bin aber momentan dabei mir das abzugewöhnen :)

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    1. Aus Langeweile zu essen ist auch emotionales Essen. Deine Emotion ist die Langeweile. :)

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  4. Ich kenne das Buch auch und es ist wirklich super!
    Bei mir ist es weniger der Stress-, sondern eher der Belohnungsfaktor, wenn ich zu etwas Ungesundem greife.
    In einem Artikel aus der Welt am Sonntag, den ich für diesen Post hier http://www.balance-akt.de/2012/01/warum-stress-dick-macht.html verwendet habe, geht es auch um dieses Thema und wie unbewusst viele Menschen emotional essen. Wichtig ist, dass man sich dessen bewusst wird und dann ganz gezielt daran arbeitet.

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    1. Ich glaube auch, dass es total verkannt ist, wie viele unbewusst emotional essen und das genau da der Schlüssel liegt: im warum mache ich das? mit welchen Gefühlen ist meis Essverhalten verknüpft?
      Den Post muss ich mir gleich mal durchlesen.

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  5. Ich bin auch eine Kandidatin für Frustessen oder Frustshoppen, beides tut nicht gut ... nicht umsonst habe ich jetzt mehr auf den Hüften als zu allen 3 Schwangerschaften :-(

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    1. Aber winnie, da liegt der Schlüssel zu lernen das mit anderen Dingen zu kompensieren. Deshalb ist auch Sport soooo toll, der aller beste ausgleich :)

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  6. ich finde diese methode auch super!

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  7. ich habe 11 kg zugenommen,weil ich immer aus emotionalen gründen gegessen habe:S
    naja,dann habe ich mit dieser methode 5kh abgenommen:))aber leider hab ich mir die alten essgewohnheiten angewöhnt:(((
    ABER ich fange ab heute (22.10.2012) an wieder mir diese gewohnheit anzugewöhnen=))ich möchte noch weitere 7kg abnehmen...ich werde mich nochmal in 2 wochen wieder meden und einfach mal berichten,was ich so erlebt hab=))
    nadann bis in 2wochen leute:D viel Glück wünsch ich euch

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  8. Hallöchen zusammen,

    obwohl dieser Post schon etwas älter ist, habe ich ihn mit großem Interesse gelesen! Ich finde diese "Theorie" - wenn man es so nennen kann - vom intuitiven Essen extrem logisch und einleuchtend: Sich wieder auf das zu besinnen, was der Körper wirklich braucht; durch Signale, die einem der Körper gibt.
    Ich habe mir gestern ebenfalls das o.g. Buch bestellt und kann es kaum abwarten darin zu lesen!

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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, den Beitrag zu kommentieren! Bis Bald! Mimi :)