Saftfasten - Tag 2

Tag 2

Oh lieber Blog, wo soll ich anfangen?!?!?

Tag 2 hat gut begonnen. Erst Mal muss ich sagen, dass ich schon lange nicht mehr so gut geschlafen habe. Eine Sache, die ich in Zukunft auch mehr beherzigen möchte: Ein guter Schlaf, kann auch sehr abhängig davon sein, was man am Abend noch gegessen hat! ( denk dran, Mimi!!!)

Sehr energiegeladen, bin ich dann um 6 Uhr aufgestanden, um meinen frischen Saft zu zubereiten. Dieses Mal gab es Spinat, Mangold, Grünkohl, Salatgurke, ein kleiner Apfel und eine kleine Birne. Und so hatte ich die ersten Stunden auch sehr viel Energie und der Tag schien gut zu werden. 

Aber ab 16 Uhr ging es dann Berg ab mit mir. Ich wurde gereizt und nervös. Dazu kam dann auch noch der wunderbare Umstand, dass ich mit einer Kollegin ewig im Stau stand. Als ich zu Hause ankam, war ich dann kurz davor zu weinen, aber nicht weil ich so unglaublich hungrig war, sondern weil mir der psychische Wohlfühlaspekt gefehlt hat, mich nach einem langem Arbeitstag mit Essen zu belohnen.

Es war wirklich hart und ich dachte innerlich die ganze Zeit: "Och, ich kann doch wenigstens eine selbstgemachte Suppe essen." Ich wollte unbedingt etwas zubereiten und es dann essen. Ohne das, fühlte ich mich leer und Unentspannt.

Aber ich habe dann den Saft zubereitet und mich mit Ingwertee vor den Fernseher gelegt, um einen Film zu schauen, den mir eine Freundin einen Tag vorher empfohlen hatte: A little bit of heaven

Großartige Idee...;) Ich habe selten so geweint bei einem Film. Die ganze Geschichte hat mich so mitgenommen, dass ich in der zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr mit dem Weinen aufhören konnte. Die Tränen kullerten und kullerten. Mein Geweine und mein Jammern war UNSTOPPABLE ;)

Ich fühlte ich mich so einsam....und leer...

Und da wurde mir klar, wie viele Dinge ich in den letzten Wochen, Monaten und Jahren nur deshalb gegessen oder getrunken habe, oder vor allem weshalb es mir bis dato so schwer gefallen ist mit dem Rauchen aufzuhören: Das alles hat meine Leere gefüllt!!!

In den letzten Wochen ist bei mir einiges aufgebrochen. Ich habe zwischendurch schon mal geschrieben, dass ich mich intensiv mit Marianne Williamson und "A Course in Miracles " beschäftige. Mir hat das sehr geholfen, endlich viele Dinge, welche ich immer wieder aufgeschoben habe, in den Griff zu bekommen, an mir zu arbeiten, wirklich zum Kern von meinen emotionalen Problemen vorzudringen.

Aber um daran zu arbeiten, muss man erst Mal erfahren, was genau das ist, was einen in vielen Dingen zurückhält im Leben. Was genau ist das für ein Gefühl, eine Angst, ein negativer manifestierter Gedankengang, der einen unterbewusst stetig begleitet? Wo ist der Ursprung? Und den wollte ich finden... und fühlen... und verarbeiten... Um aber dahin zu kommen, war es wichtig jegliche Ablenkung und Verdrängungtaktik ans Licht zu bringen und am besten zu lassen. Deshalb war es mir dann auf einmal noch wichtiger als je zuvor mit dem Rauchen aufzuhören, wieder zurück zum Clean Eating zu finden, etc...


Ich weiß, dass das ich da im Moment etwas streng mit mir bin und mir vielleicht auch insgesamt etwas zu viel zumute, aber ich habe viele Jahre im Tiefschlaf gelegen und immer wieder Dinge gefunden, die mir geholfen haben, meine wahren Gefühle von Einsamkeit, Hoffnungslosig- und Wertlosigkeit zu verdrängen und zu unterdrücken. Ich weiß, dass dies nur irgendwelche veralteten Konzepte und Gefühle in meinem Kopf sind, dass es nicht der Wahrheit entspricht, aber genau deshalb ist es Zeit, dass sie nun an die Oberfläche geraten. Denn nur so kann ich diese FÜHLEN, BEFREIEN und ZIEHEN lassen, um dann anschließend Raum zu machen, für neue positive Konzepte!

Und nun? Ich freue mich auf einen leichten Lauf bei kühler Luft und wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Was habt ihr denn tolles vor am Wochenende?


Ihr habt mein Einführungspost der Saftkur noch nicht gelesen und möchtet wissen, was an Tag 1 passiert ist? Einführungspost, Tag 1 :)

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Kommentare:

  1. Liebe Mimi,

    offenbar hat der Kickstart ja wirklich einiges in dir bewegt! Vielen Dank, dass du so offen darüber sprichst, was in dir vorgeht und wie du dagegen vorgehst ;) Ich finde es mutig sich den Dämonen zu stellen und durch körperliche Reinigung auch seelisch klarer zu werden. Deine Gedanken was das Essen angeht, kommen mir nur allzu bekannt vor. Wenn ich mich belohnen möchte oder Stress habe, greife ich zu (meist ungesundem) Essen (so wie du vermutlich vorher zu Zigarette!), dabei verdränge ich und lenke mich davon ab, wie es mir wirklich geht. Es tut weh hinzusehen, aber manchmal ist das eben der richtige Weg.

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg, Durchhaltevermögen und Kraft um weiter zu machen! Und freue mich jetzt auf die Lektüre des nächsten Posts ;)

    Schönen Sonntag noch! Habe bei Twitter gesehen, dass du schon sportlich warst ;)

    Katrin

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    1. Liebe Katrin, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Ja, es hat einiges bewegt und ich finde es ist an der Zeit endlich nicht mehr wegzulaufen :) Ja, die meisten Dinge sind oft Ablenkung oder Verdrängung und ich bin jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich dachte: Ich möchte die Dinge, denen ich normalerweise mit Ablenkung aus dem Weg gehe, mal wirklich fühlen...mal schauen, was da alles so ist... Vielen Dank für Deinen Beitrag und ganz liebe Grüße <3 Mimi

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  2. Liebe Mimi!
    Es ist wirklich erstaunlich, welche tiefgreifende Wirkung das Fasten auf dich hat. Das zeigt umso mehr, dass es dabei oft weniger um die körperliche und vielmehr um die seelische Reinigung geht.
    Grundsätzlich ist es ja nicht verwerflich, wenn mit Essen auch ein Belohnungsfaktor verbunden ist im Sinne von, dass man seinem Körper etwas Gutes tun möchte, da er immer für einen da ist und Tolles leistet. Für mich ist das dann aber ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber meinem Körper und ich spüre, dass mich das Essen auf diese Weise ganz anders zufrieden stellt.
    Innere Leere kann man damit aber nicht füllen - genauso wenig wie mit irgendeiner anderen "Ablenkung". Ich durchlebe ja gerade ähnliche Gefühle und musste feststellen, dass ich mit vielem, was ich im letzten Jahr getan habe, versucht habe, meine emotionalen Wunden zu heilen, ohne aber wirklich auf der emotionalen Ebene zu arbeiten. Und genau das funktioniert eben nicht. Daher bin ich froh, dass ich bald die Möglichkeit haben werde, mit Unterstützung genau auf diese Ebene vorzudringen, die Ursachen zu erkennen und Lösungen zu finden.

    Ich hoffe, dass dir das auch gelingt!

    Alles Liebe
    Julia

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