Wie schnell aus "nicht jetzt", "niemals" wird...

By Mimi - Oktober 29, 2012

  
Wir denken immer, dass wir Zeit haben. Bei den „wichtigen“ Dingen wie Zeugnisse bekommen und Rechnungen bezahlen, schieben die einen mehr auf und die anderen weniger. Aber was wir fast alle aufschieben, ist es gut zu uns zu sein... Unsere Gesundheit , unsere Träume und Ziele, die können warten. Ist ja unwichtig.

Nein, ich habe keine Zeit Sport zu treiben, denn ich muss heute lange arbeiten...
Nein, ich habe heute keine Lust gesund zu essen, denn ich bin so gestressed von der Arbeit...
Nein, ich kann im Moment nicht mit dem Rauchen aufhören, denn es ist gerade allgemein
eine stressige Zeit...

Wir kennen sie alle „unsere Ausreden“, denn in der Hinsicht sind wir alle gleich. Wir lieben es uns selbst zu veräppeln und uns jeden Tag eine neue Entschuldigung zu liefern, so dass bloß kein schlechtes Gewissen aufkommen kann...

Ein schlechtes Gewissen uns gegenüber, ein schlechtes Gewissen unserer Gesundheit gegenüber, ein schlechtes Gewissen unserem Herzen gegenüber, ein schlechtes Gewissen unserer Seele gegenüber...

Schnell verdrängen und lieber die zweite Tafel Schokolade essen. Schnell verdrängen und den Fernseher anschalten, schnell verdrängen und die Zigarette anzünden.

Wir bleiben in einem Job der uns nicht erfüllt, in einer Partnerschaft, die uns nicht erfüllt, lernen doch nicht die neue Sprache, hassen unseren Körper und schieben es auf einen anderen Tag, der günstiger ist, die Veränderungen anzugehen.

Aber allein der Gedanke an Babyschritte ermüdet uns und deshalb legen wir uns wieder in unseren Dornröschenschlaf...Jahre vergehen...es hat sich nichts geändert.

Die „Morgen-Taktik“ habe ich ziemlich lange durchgezogen, bis an den Morgen, an dem ich plötzlich Angst bekam, irgendwann aufzuwachen, festzustellen, dass ich 85 Jahre alt bin und keine Möglichkeit mehr habe, die Dinge, die ich seit 70 Jahren aufschiebe zu machen.

Deshalb: mach den Kurs, sag diesem einen Menschen, dass Du ihn liebst, gehe die Jobveränderung an...und wenn es nur Babyschritte sind, geh den ersten Babyschritt jetzt! Auch mit diesen kommt man irgendwann am Ziel an. Gehst Du aber keinen Schritt und bleibst auf der Stelle stehen, wirst Du Dich irgendwann nur wundern...wundern, wie schnell die Zeit vergangen ist und wundern, dass du immer noch nicht all das gemacht hast, was du so gerne machen wolltest...und vor allem darüber, wie schnell aus „nicht jetzt“, „niemals“ wurde...

Was schiebst Du vor dir her?

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8 Kommentare

  1. Achja... sowas kenne ich nur zu gut :/
    im Moment schiebe ich vor mir: richtig mit dem Lernen anzufangen, ein Instrument anzufangen, mich wegen Praktikas zu bewerben, ebenso Work & Travel, intensiver nach einem Studium umzuschauen, Kontoauszüge zu holen...
    Ich glaube deinen Post werde ich in meinem nächsten Post nochmal verlinken ;)
    alles Liebe :)

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  2. Was ein schöner Post! Genau so ist es. Ich bin Weltmeister im Aufschieben, vor allem bei Dingen, die gut für mich wären, aber auch bei anderen Sachen. Ergebnis: Unzufriedenheit an allen Ecken und Enden. Ich bin ja eine ganze Ecke älter als du und spüre die "Endlichkeit" der Möglichkeiten noch mehr. Ich wundere mich sehr sehr oft, wie oft die Zeit vergangen ist!
    Dein Post motiviert mich (mal wieder), ich hoffe, die Motivation hält an. Meine Walking Schuhe stehen bereit, ich habe heute einen frühen Termin, aber ab 10 Uhr spricht nichts gegen Sport (trotz Haushalt, Wetter, Müdigkeit usw. usw.). Ich gehe walken! Heute!
    LG Eva

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  6. ein wirklich schöner Post♥
    ich schieb auch andauernd so viele Dinge auf. Meine letzten beiden Wochen waren so stressig, die bestanden aus lernen, schlafen und essen. Die Woche hab ich jetzt erst mal Herbstferien - ein bisschen Zeit für mich :)

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    1. sorry, meine Internetverbindung spinnt grad total rum ^^'

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  7. Oh, ja, das kann ich total nachvollziehen. Mir geht es genauso. Ich schiebe einiges vor mir her. Z.B. Jetzt gerade schau ich tv und surf im Internet, statt mir den Text durchzulesen, den ich nachher für die Uni brauch. Oder im allgemeinen ist da natürlich noch das Sport Thema. Da mache ich zwar mal kleine Schritte, aber nichts regelmäßiges :( Und meine Oma wollte ich ja auch schon seit einer Woche anrufen...
    Ich glaub ich sollte deinen Text ausdrucken und jeden Tag als Mantra aufsagen, vielleicht hilfts :)

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