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Motivation?!?!?

Die Arbeit und der Zustand, das ich immer noch keinen Computer habe, halten mich immer noch davon ab wieder ordentlich viel zu bloggen, aber trotzdem möchte ich es mir nicht nehmen mal kurz den Stand der Dinge Preis zu geben.


Ich war diese Woche tatsächlich vier mal laufen, zwar jeweils nur eine halbe Stunde, aber ich muss mich ja auch in etwas Geduld üben wieder langsam rein zu finden. Mein rechtes Bein tut immer noch etwas weh und es kann sein, dass ich nun doch mal damit zum Arzt muss. Seit meinem Umzug (aus Altbau 4. Stock! DAMN, ihr Treppen...), habe ich mir irgend eine Muskelverhärtung in der rechten Wade geholt. Ich Foam-Rolle schon immer ganz brav, aber trotzdem geht es nicht ganz weg. Ist definitiv besser geworden, aber ich kann trotzdem noch nicht so, wie ich will. 


Was ich aber sagen kann, ist das meine Motivation wieder "on point" ist! Was für ein tolles Gefühl das ist! Ich habe Mutter Motivation und die Glücksgefühle, die ich während dem Laufen habe, echt vermisst. Viele Jahre dachte ich, Mimi ist die unsportliche Frau und habe diesen nicht zu meiner Identität gezählt. Ich merke aber gerade, dass sich das während meinem Healthy-Living-Prozess der letzten zwei Jahre komplett verändert hat. Wenn ich jetzt laufe, fühle ich mich wieder zu Hause, wieder bei mir selbst angekommen. Es fühlt sich an, wie "Yeah, I am back, Baby!" :)))


Ich bin weder Experte, wenn es um das richtige Training geht, noch was falsch ist und was richtig ist. 


Trotzdem bekomme ich extrem viele Emails, welche sich immer wieder um das Thema Motivation drehen. "Wie hast du angefangen? Wie hast du durchgehalten? Warum hast du aufgehört? Wie schaffst du es jetzt wieder von neuem? Was treibt dich?"


In den letzten Monaten, als ich selbst gar nichts mehr gemacht habe und mich so gehen gelassen habe, dass ich quasi wieder bei meinem Ausgangagewicht war, habe ich teilweise ein richtig schlechtes Gewissen bekommen und habe mich selbst immer wieder gefragt: Wie konnte das nur passieren????!!!!! Eine Frage, die ich in den letzten Monaten nur oberflächlich beantworten konnte.


Aber diese Grundmotivation, die ich habe und diese Vision in meinem Kopf "fit zu sein", ist ein Zusammenspiel von vielen Dingen. Als ich damals angefangen habe, war der einzige Grund "schlank sein", wobei damals schon mitspielte, dass ich mich mit mir selbst wohl fühlen wollte. Das ich mich so wohl mit mir selber fühle, dass mein Gewicht und mein Äußeres nie mehr der Grund sein wollen, schöne Momente zu verpassen, nur weil ich mir genau in diesen nur sorgen darum mache, wie ich aussehe und wie ich wirke. 


Ich finde, dass genau das eine super Motivation war, aber trotzdem musste ich seitdem noch viel viel lernen. Ich kann nicht leugnen, dass ich mit 58 kg genau um diese zeit im letzten Jahr mich "pretty good" gefühlt habe. Ich hatte ständig Aufmerksamkeit von Männern, wenn ich so durch die Straßen ging und auch sonst trudelten nur Komplimente ein. Ich konnte kleidungstechnisch alles tragen was ich wollte. Ich bin locker 10-15 km am Stück gelaufen, ich konnte ständig körperlich an meine Grenzen gehen. 


Interessanterweise ist das der Punkt, den ich gerade am aller meisten vermisse: "fähig zu sein, immer über meine körperlichen Grenzen zu gehen!" Mittlerweile verbinde ich genau "das" mit leben! And I miss it! Das ist gerade sehr hart für mich, wenn ich laufe, denn über meine grenzen gehen, passiert nur im kleinen Rahmen. Zum Beispiel, wenn ich die halbe Stunde durchlaufe und dann doch noch bis zur nächsten Häuserecke laufe. Wenn ich über die Brücke laufe... 


Das sind Sachen, die für mich letztes Jahr normal waren und ich mir gerade hart erkämpfen muss. Es hat alles eine komplett neue Bedeutung bekommen und ich habe gerade das Gefühl, dass ich mir schon wieder eine neue Identität schaffen muss: ich will die Person sein, an der das leben nicht vorbei zieht, sondern, die es in vollen Zügen genießt. Und dazu gehört auch der Sport bzw. Fit zu sein.



Wenn ich eins gelernt habe ist, dass ein gutes Essen, ein Glas Wein, eine Zigarette echt toll sein können, aber sie sind es nie Wert einen Lauf zu verpatssen! Es ist die Balance, die Mischung, zu wissen, wann der Moment ist, in dem man alles haben und nicht bei einem übertreibt! 


Außerdem musste ich erst mal lernen, dass eine äußerliche Veränderung, nichts mit einer innerlichen zu tun. Optisch "gut auszusehen" hat rein gar nichts damit zu tun, wie man sich fühlt. Es kommt tatsächlich von innen. Es macht auch nicht irgendwelche Erfahrungen oder Ängste weg. An denen muss man gleichzeitig und gesondert arbeiten. Da habe ich in den letzten Monaten dran gearbeitet und jetzt heißt es: beides zusammen in Harmonie zu bringen! :) that is my Job now!!!! But I am working on it....


P.S. So am Rande... Wenn man sich etwas aus tiefsten Herzen (nicht aus Ego-gründen -ganz wichtiger Unterschied-) wünscht, dann wird es auch wahr...man muss nur Geduld haben! :)))

Kommentare

  1. Hach liebe Mimi, wenn ich deine Posts so lese, dann denke ich mindestens bei jedem zweiten Satz "ja, genau!" oder "so geht es mir auch" :)

    "Viele Jahre dachte ich, Mimi ist die unsportliche Frau und habe diesen nicht zu meiner Identität gezählt. Ich merke aber gerade, dass sich das während meinem Healthy-Living-Prozess der letzten zwei Jahre komplett verändert hat. Wenn ich jetzt laufe, fühle ich mich wieder zu Hause, wieder bei mir selbst angekommen. Es fühlt sich an, wie "Yeah, I am back, Baby!" :)))" -> GENAU dieses Gefühl hatte ich auch, als ich nach 2 Jahren absoluter Laufpause (ich verstehe es immer noch nicht ...) wieder angefangen habe ...


    "Außerdem musste ich erst mal lernen, dass eine äußerliche Veränderung, nichts mit einer innerlichen zu tun. " -> Auch das kann ich (leider) voll unterstreichen.


    Und dein letzter Satz ... ja ... we believe in miracles :)

    Liebste Grüße,
    Sarah

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    1. Danke Sarah, es tut immer gut zu wissen, dass man diese ganzen Dinge nicht alleine durch macht. xoxo :)

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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, den Beitrag zu kommentieren! Bis Bald! Mimi :)