Goodbye "emotional eating", hello "emotional detox"

By Mimi - Dezember 29, 2013

Die Weihnachtstage sind vorbei und ich komme gerade tatsächlich zum ersten Mal seit Monaten wirklich zur Ruhe. Um die zu finden, musste ich aber zunächst mit einer schönen Grippeattacke umgehen. Am 1. & 2. Weihnachtstag, sowie den 27. war ich erst Mal völlig lahm gelegt. Mein Körper benötigt gerade ganz dringend "recovery", also Genesung. Nicht nur der Stress und die Überstunden haben mir ganz schön zugesetzt, sondern weil ich mich in dieser Zeit überhaupt nicht konstruktiv mit Gefühlen, Gedanken und tief-sitzenden Emotionen auseinander gesetzt habe. Damit schwingt einher, dass mir Fitness, Gesundheit und die ganzen Vorsätze mehr "healthy living" in meinen Alltag zu integrieren 2013 völlig gescheitert sind. Aber anstatt mich mental dafür auszupeitschen, versuche ich einfach mal empathisch mit mir selbst umzugehen und die ganzen Dinge zu sehen, die dieses Jahr dafür super gelaufen sind, denn das waren einige! Dieses Jahr war auf jeden Fall ein "großer Lehrer", um weiter zum Kern vorzudringen, wie ich es irgendwann wohl hoffentlich schaffen kann generell mit mir zufriedener zu sein.

Als ich mich 2011 zum ersten Mal überhaupt auf die Healthy Living Reise machte, dachte ich dass sich alle meine "Probleme" von selbst lösen, wenn ich einfach 10 kg abnehme. Also habe ich mich hochdiszipliniert und motiviert auf den Weg gemacht und mein "Ziel" erreicht. Ich kannte mich selbst nicht wieder, habe zum ersten Mal die Zehen in Dinge wie Laufen und Fitness-studio getippt und mir versucht eine neue Identität als "Sportlich und Healthy-Living" Girl zu schaffen. Als dann aber die erste Sache kam, um meinen Selbstwert zu testen, mußte ich feststellen, dass meine mentale Entwicklung und Identifizierung mit Mimi = neuer sportlicher Mensch & Co nicht mit den körperlichen Abnehm- und Fitnesszielen mithalten konnte. In einem alten Post von 2012, kann man sehr schön lesen, wie ich mit einem neuem Selbstbild sehr zu kämpfen habe und dort genau über die Ängste geschrieben habe, die dann auch wieder Realität wurden. 

Ich spüre schon seit Monaten, dass in der Hinsicht nun noch mal eine ganz andere Reise vor mir habe. Bisher habe ich meine Motivation immer damit verknüpft, Dinge zu bekommen, die dann quasi meinen Selbstwert verbessern sollen. Jedoch habe ich nie die Motivation gefunden, dass alles einfach für mich zu machen, weil ich es VERDIENT habe, weil ich es mir WERT bin. Um dort hin zu kommen, muss natürlich erst Mal viel tiefer graben und ein Besuch im Fitness-studio gehört zwar auch dazu, jedoch gleichzeitig auch die Loslösung von alten Gedankengängen und Mustern.

Vor Weihnachten war Kristin von EatTrainLove bei mir zu Besuch. Unglaublich wie sich durch die Bloggerei mittlerweile tiefe Freundschaften entwickelt haben. Das Wochenende war wirklich gefüllt von guten Gesprächen und Inspiration. Als wir bei mir am Esstisch saßen und meinen Lieblingstee "emotional detox" tranken, mußten wir auf einmal so lachen, denn es geht bei der ganzen Healthy Living Reise nicht nur um den körperlichen detox für einen gesunden Körper, sondern gleichzeitig auch um einen emotional detox, gerade in den Zeiten zu lernen, wo alte Ängste, komische Gedanken und Co auftauchen mit diesen konstruktiv umzugehen, sich von diesen zu verabschieden, um in der Hinsicht eine völlig neue Identität zu schaffen. Das klingt gerade alles etwas hart und extrem, vielleicht schlimmer, als es wirklich ist, aber ihr habt mich hier kennen gelernt, als jemand der offen und ehrlich über die ganzen Dinge schreibt und das soll auch weiterhin so sein.

Es gibt Unmengen von Büchern und Seiten mit Rezepten, Tipps & Co. Aber am Ende ist es quasi immer wieder das Selbe. Ich weiß, dass ich unglaublich diszipliniert sein kann, wenn der Knoten endlich mal platzt, ich weiß was funktioniert, wann und was ich essen muss, welcher Sport und wieviel davon mir gut tun, um den Körper und noch viel wichtiger das WOHLGEFÜHL zu haben, dass ich so genieße. Warum mache ich es dann nicht kontinuierlich? Weil ich mit manchen Dingen aus meiner Vergangenheit emotional noch nicht auseinander gesetzt habe und wenn mal wieder etwas in dieser Hinsicht hochkommt, sofort in alte Muster verfalle. Jeder hat seine Probleme und seine Geschichte, meine ist wohl nicht die schlimmste und ich kann von mir sagen, dass es mir so ziemlich gut geht und ich sehr zufrieden bin mit meinem Leben. Es ist wohl auch nicht so, dass ich ein völlig gestörtes Essverhalten habe. Es sind 10 kg zu viel, die ich immer wieder, nach einer disziplinierten Zeit genau dann zunehme, wenn gewisse Situationen auftreten. Wie kann ich das nun überwinden? Das ist meine Frage für 2014. Wie kann ich diesen Zyklus unterbrechen? Ich würde mich mittlerweile als einen "healthy emotional eater" bezeichnen. Denn auch an schlechten Tagen, ernähre ich mich wahrscheinlich noch gesünder, als andere Menschen generell in ihrem Alltag und trotzdem ist mein Essverhalten immer mit Emotionen verknüpft. Nachdem ich in den letzten Monaten genau zu diesem Thema viele Emails erhalten habe und viele von Euch sich die selbe Frage stellen, wird es nun Zeit, dass ganze hier gemeinsam mit Euch anzugehen. Klaro möchte ich auch endlich wieder neue Rezepte entdecken und diese mit Euch hier teilen, über meinen sportlichen Weg schreiben und auch dort Erfolge, aber auch die schwierigen Tage beleuchten. Ich freue mich auf den Post in denen ich meine Ziele für 2014 noch etwas genauer formuliere und bin ganz gespannt auf ein Feedback von Euch?!

Wie steht ihr zu dem Thema "emotional eating"? Ist das nicht am Ende immer der Kern der Sache, wenn die guten Vorsätze über den Haufen geworfen werden?

Ich hoffe ihr hattet eine wunderschöne Weihnachtszeit!
Von Herzen die liebsten Grüße an Euch!
Mimi :)

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7 Kommentare

  1. Ach meine Liebe...
    Das hast du wunderbar in Worte gefasst! Ich freue mich auf den gemeinsamen Emotional Detox mit dir…auf jeder Linie!
    Wir werden unsere Pläne schmieden und diese in die Tat umsetzen.

    Alles Liebe Kristin

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  2. Mein Problem ist defintiv auch das emotional eating. Aber nicht nur, wenn es mir schlecht geht (derzeit bin ich eigentlich sehr glücklich), sondern auch das emotional eating im Sinne von Essen mit Familie und Freunden als Routine. Meine Ziele für 2014 sind deshalb, wieder vom Zucker abzukommen, (Ess-)Gewohnheiten zu durchbrechen und gesunde Alternativen zu finden.
    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dich wieder zu fangen und DEINEN Weg zu finden. Hab einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
    LG

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  3. wow du hast es genau auf den Punkt gebracht. genauso geht es mir auch... mehr kann ich dazu gar nicht sagen, weil ich dir einfach zu 100% zustimme...
    ich freue mich schon auf viele Einträge in 2014, ich mag deinen blog unglaublich gerne :3
    liebe Grüße
    Juliane

    julianefulmination.blogspot.de

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  4. Das kenne ich zu gut, habe auch schon durch gesundes Essen und Sport 7Kilo abgenommen, und jetzt wieder durch schlechtes Essverhalten die 7kg zugenommen..sehr frustrierend. Wie kann man den FRust überwinden...

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  5. Ich glaube, das Problem ist, dass Du Dich "disziplinieren" musst, und niemand kann das auf Dauer. Die Lösung wäre, einen Weg zu finden, der "leicht" und ohne weitere Disziplin geht....

    LG
    Ursula

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  6. Ach ich finde das manchmal so witzig.. genau das selbe mache ich auch gerade durch.
    Man fällt so schnell zurück, obwohl man doch den richtigen weg nittlerweile nun kennt. Für das neue jahr habe ich mir auch sehr viel vorgenommen, am fettesten steht wohl die autosuggestion, sich einfach mal resetten und neu aufspielen. Es wird nicht leicht, aber ich glaub an mich dass ich das schaffe, genauso meine gesunde ernährung und den sport zu integrieren.
    Ich habe den vorteil, fast zwei monate frei zu haben, und genau diese zeit ist meine chance, mein ganzes leben zu ändern, also auch beruflich..
    Verliere nie deinen glauben und die hoffnung, dann wirst du es irgendwann auch schaffen!
    Dir viel glück und erfolg weiterhin, und einen guten rutsch ins neue jahr.
    Liebe grüße...

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  7. Eine wirklich sehr gelungene Zusammenfassung, der ich auch nichts mehr hinzufügen kann. Oft denken Menschen, dass man einfach nur so einigermaßen in Form ist, weil dem so von Natur aus ist. Aber es ist harter Kampf, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber gerade in Frustzeiten wird es immer besonders hart. Ich habe noch keine Lösung gefunden, aber eine grundsätzlich sehr bewusste Ernährung und ein Blick für meine Ziele helfen mir sehr oft, an meinem Lebensstil auch in harten Zeiten festhalten zu können.

    All den, vor allem, gedanklichen Ballast loszuwerden, gelingt mir meist Dank Yoga oder Surfen. Das ist etwas, was ich einfach nur zum Spaß mache und dabei jeden Moment intensiv genieße und in mich aufnehmen. Wunderbar. Da kann ich dann Tage oder auch sogar Wochen von zehren.

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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, den Beitrag zu kommentieren! Bis Bald! Mimi :)