Wie ich als Frau innere und äußere Stärke entwickeln kann

By Mimi - Juni 29, 2017

Ich fange mal einfach damit an, dass die letzten Monate extrem schwierig für mich waren. Lange habe ich überlegt, ob ich darüber schreiben soll oder nicht. Aber mir brennen die Finger, so dass ich fast keine andere Wahl habe, als darüber zu teilen.

Seit 6 Wochen gehe ich nun zum Kung Fu. Das habe ich mir nicht freiwillig ausgedacht. Natürlich habe ich die letzten Jahre viel darüber nachgedacht, wie ich meine Motivation wieder finden kann und zu der ursprünglichen From zurück gelange, die weshalb ich diesen Blog gestartet habe.

Einige Versuche gab es, keiner ist mir gelungen, also habe ich mich zunächst auf andere Bereiche in meinem Leben konzentriert, viel an mir gearbeitet, neuer Job und ja dann auch neuer Mann.

Bevor ich diesen Mann kennen gelernt habe, hatte ich schon einige andere schlechten Erfahrungen gemacht, aber woher sollte ich wissen, dass die Kirsche auf dem Kuchen noch kommen sollte. Um es kurz zu machen: Dieser Mann hat mich nach 6 Monaten Beziehung geghostet. Für diejenigen unter Euch, die nicht wissen, was das ist. Ghosting bedeutet eine Beziehung so zu beenden, ohne den anderen darüber zu informieren, quasi wie ein Geist zu verschwinden und auf nichts mehr zu reagieren. Ich hatte zuerst wochenlang keine Ahnung, was los ist. Das sollte ich später herausfinden.

Ich will auch gerade nicht näher auf diese Geschichte eingehen. Ich will nur sagen, dass ich rein Beziehungstechnisch noch nie so unten war und es war harte Arbeit, mich aus diesen Gefühlen von Wut und Ängsten plus den ganzen Fragezeichen herauszuarbeiten.



An einem Punkt auf dieser Genesungsreise hat mir jemand der Ahnung hat empfohlen mit einem Kampfsport zu beginnen und am besten nicht irgendeinen, sondern Kung-Fu.

Als diese Worte gefallen sind, habe ich erst einmal zwei Tage lang gelacht! Ja, wirklich ich habe zwei Tage lang mit Freundinnen, denen ich das erzählt hatte, gelacht und wieder gelacht. Ich? Kung-Fu?

Und dann begann ich zu googeln und zu gucken und zu überlegen und dann war klar: Ich kann es doch einmal ausprobieren. Wenn ihr denkt, dass ich dann einfach fröhlich zu dieser Probestunde gegangen bin, muss ich Euch leider enttäuschen. Ich hatte die pure Angst. Es war irgendwie so (ok, vielleicht nicht ganz), als hätte mich jemand zu einem Fallschirmsprung gezwungen. Die einzige Aufgabe, die ich mir für das Probetraining selbst gegeben habe, war, nicht jammern, sondern einfach mal tun. Und plötzlich hat es einen Knall gegeben und ich wußte, dass dies mein Sport werden würde und mein einziges Bedauern lag noch darin, dass ich damit nicht schon vor 20 Jahren begonnen habe. Das das damit zu tun hat, dass in mir ein großes Talent und Können geschlummert hat: NEIN, ganz bestimmt nicht. Auch wenn ich mich wie bei Kung-Fu Panda am Anfang fühle, es macht mir trotzdem Spaß.

So gehe ich nun seit 6 Wochen zwei Mal die Woche zu einem 90 Minütigen Kung-Fu Training. Ich kann nichts, mir tut alles weh, alle anderen sind 1000 Mal besser, mein momentanes Übergewicht macht das alles nicht besser, aber ich bin trotzdem total happy. Zum einem, weil ich etwas tue, was weit aus meiner Komfortzone liegt, noch nicht mal am Rande, sondern weit draußen. Zum anderen, weil ich das Gefühl habe, dass sich auch schon innerlich langsam Mut und Kraft entwickelt. Es ist eine innerliche Stärke, die ich noch nicht kannte. Hey, I can kick ass now...;)

Damit hat sich auch schon wieder eine Lebensregel bestätigt, dass durch negative Erfahrungen, andere gute Erfahrungen auf einmal auftauchen können, wenn diesen nur wenigstens einmal die Chance gibt.

Was wolltest Du schon immer mal tun und traust Dich nicht?



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