Den Weg geniessen: Es ist nicht leicht! Aber es ist das ganze wert

By Mimi - September 16, 2017

Die Genesung von narzisstischem/soziopathischem Mißbrauch ist nicht so einfach. Wie ich so bin, suche ich natürlich nicht tiefer. Ich hätte an die Geschichte einfach einen Hacken machen können mit der Notiz "ich bin einfach an einen schlechten bzw. kranken Menschen geraten." Jedoch gingen bei mir auf einmal so viele Lichter an, dass dies nicht die erste Geschichte ist, vielleicht die bisher extremste, jedoch nicht die erste. Die Lichter sind an, ich kann vieles klarer sehen, wo vorher jede Menge Fragezeichen in meinem Leben waren und ich habe mir Hilfe, Tipps und Tools gesucht, um das alles zu verarbeiten. Aber so ist es nun momentan: ich stecke in der Arbeit und da werde ich vielleicht noch die nächsten Monate drin verbringen. Ich laufe nicht davon, sondern beobachte, wie ein Forscher, was um mich herum passiert. 

Aber mir geht es trotzdem gut, denn ich fühle mich zum ersten Mal bei mir und das ich ok bin wie ich bin und das ich es nun verdient habe, die Dinge so in meinem Leben umzusetzen, wie ich möchte und zu heilen...von alle dem...

Es ist nicht leicht!

Ich muß mit Disziplin nicht nur ständig anders Handeln, sondern auch anders Denken. Am liebsten möchte ich mich auf die Couch setzen, mich in die Welt der Serien und Co flüchten und ungesunde Dinge essen, um mich einfach auszuschalten und nichts mehr zu spüren. Stattdessen jedoch, heißt es: Programm, was bedeutet, dass ich mich bewege, dass ich zum Kung-Fu gehe, dass ich mich aufs Laufband begebe, dass ich täglich meditiere und ein paar Yoga-Übungen mache. Langsam finde ich meinen Rhythmus.

Irgendwie habe ich für mich das Motto "den Weg genießen" entdeckt. Das alles hier wird eine Weile dauern. Man nicht alles innerhalb weniger Monate auf einmal um 180 Grad umdrehen, vor allem nach dem mir bewußt ist, dass einfach alles verknüpft ist. Mein Essen und meine Gewichtsprobleme sind verknüpft mit meinen Emotionen, sind verknüpft mit Kindheitsdingen, sind Verknüpft mit meinem Selbstbewusstsein, sind Verknüpft mit...

Es ist einfach alles Verbunden. Und da ich erst mal etwas grobe Ordnung in dem ganzen Wuss schaffen muss, konzentriere ich mich gerade auf das Wesentliche:

1) Bewegung und Körper: dazu gehört Kung-Fu für Disziplin und Selbstwert, Yoga um Spannungen zu Lösen und das Laufband um "into action" oder aber in die schnelleren Gänge zu kommen, heraus aus diesem "Freeze" oder "Gefrorenen" Zustand.

2) Ganz viel Schreiben: Ich schreibe gerade einfach jeden Tag darüber, wie ich mich fühle, versuche die Emotionen anders zu verarbeiten, als einfach davor zu flüchten. Also anstatt Sie zu ignorieren, zu schauen, was heute los was am Tag und wie ich mich darüber fühle. Wenn ich das am Abend in Verbindung mit Yoga und Meditation mache, dann fließen schon einmal die Tränen. Ich merke ich bin traurig. 

Außerdem arbeite ich im Außen an ein paar Dingen und ich bin ganz aufgeregt und freue mich sehr auf die nächsten Monate. Es stehen viele Veränderungen an. Es wird interessant.

Das nur als kleines Update von mir. Ich finde es noch sehr schwierig über meine Erfahrungen zu schreiben, aber ich hoffe, dass ich das in wenigen Monaten alles ordnen kann, so dass wenn andere Betroffene meinen Blog finden, daraus schöpfen können.

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