Von dunklen Tagen und goldenen Momenten - Goodbye Narzissten, hello ich!

By Mimi - Oktober 18, 2017

Fast ein Jahr später nach mach einer Erfahrung mit einem Soziopathen/Narzissten (ich möchte hier als Laie natürlich keine Diagnosen stellen, sondern diese Begriffe nur nutzen um meine Erfahrung mit Euch zu teilen), geht es mir fantastisch.

Wenn ich daran denke, wie schlecht es mir in den ersten Monaten von 2017 ging, bekomme ich jetzt noch Magenschmerzen. Es war ein langer Weg und es teilweise verdammt dunkel.

Jedoch so golden der Herbst gerade leuchtet, so golden fühlt sich meine Seele auch gerade an. Eine Freundin von mir hatte recht: Es wird irgendwann alles Sinn machen und mich nach vorne bringen.



Das konnte ich an den dunklen Tagen überhaupt nicht sehen. Da war noch nicht einmal ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Es war stock duster. Mein ganzer Körper hat vor Schmerzen gebrannt. 
Im Nachhinein muss ich sagen, war das schlimmste daran für mich die "kognitive Dissonanz" in der ich bzgl dieser Situation gesteckt. Zum einen hat mein Kopf mir immer wieder erzählen wollen, dass er ja ein lieber Junge ist, der halt in einer blöden Situation war und mich deshalb geghostet hat. Er hat mir ja vorher ewig vorgegaukelt, dass er der liebste Mann der Welt ist. Deshalb war dieser Glaubenssatz natürlich eingeprägt. Dann war ich wochenlang zwischen Lügen und Wirklichkeit gehangen und mein Kopf konnte das alles nicht sortieren und einordnen. Das ist wirklich furchtbar und mußte erkennen, das diesen Zustand nur Menschen verstehen können, die etwas ähnliches erlebt haben. Als ich dann endlich quasi schwarz auf weiß wusste, dass alles eine Lüge war und er mir eine Person vorgespielt hatte und in Wahrheit ein anderer Mensch mit anderem Job ist und auch ich nicht das erste Opfer von ihm war, da konnte ich es ziehen lassen. Seit diesem Tage geht es mir besser und besser. 

Das einzige was übrig geblieben ist, der Gedanke, dass ich beim nächsten Mal wachsamer und vorsichtiger sein möchte. 

Aber geht das überhaupt?

Im Nachhinein, als ich aus den Schmerzen der Ungläubigkeit endlich raus war, muss ich schon zugeben, dass es hin und wieder ein Signal gab, auf das ich nicht reagiert habe.  

Warum nicht?

Ich habe nicht auf das Signal reagiert, weil ich blind und taub gewesen bin. Ich war so viel mit meiner eigenen Verlustangst beschäftigt und es IHM recht zu machen, dass ich alles andere dabei bei Seite gelassen habe. Solche Verlustängste  oder Angst vor Ablehnung sind sehr machtvoll und gehen nicht einfach von heute auf morgen weg. Jedoch kann ich an Ihnen arbeiten.

Und das sind die Dinge, die ich so tue und trainiere. 

Ich trainiere "Nein" zu sagen. Ich checke meine Motive, warum ich was tue, geht es nur ausschließlich darum, dass ich etwas tue oder nicht tue, weil ich davor Angst habe, was andere denken, überlege ich mir zwei Mal, was ich dann mache und handle nicht impulsiv. Ich übe kritisches denken und versuche die Dinge zu hinterfragen. Ich mache mir mein eigenes Bild und lasse mir nicht von Hinz und Kunz einfach irgend etwas erzählen, was ich dann einfach glaube. Ich habe begonnen einen Kampfsport zu lernen. Natürlich kann ich niemanden verprügeln, aber es gibt mir trotzdem ein sicheres Gefühl. Es sind viele kleine Dinge, die sich addieren und am Ende muss ich nun sagen, dass ich etwas bekommen habe durch diese schmerzliche Erfahrung, was ich nie für möglich gehalten hätte: Ich habe mich selbst kennen gelernt und dadurch eine ganz neue Freiheit gewonnen.


DANKE DIR! :)

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1 Kommentare

  1. Hei, es freut mich, dass Du deine negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit so positiv nutzen konntest und der Oktober nun wieder golden für Dich leuchten kann.

    Ich habe eine ähnliche Erfahrung mit einem kranken Mann gemacht. Nach allem was ich aus Literatur, Erfahrungsaustausch usw. weiß, war er ein Borderliner (aber auch das ist - so wie bei Dir - natürlich nur meine eigene "Diagnose").
    Ich kann daher sehr gut nachvollziehen, wie lange Dir so eine Beziehung nachhängt und wie sehr man mit der Ohnmacht und dem Schmerz kämpft.

    Entscheidend war für mich die Tatsache, dass sich solche kranken (ich meine das nicht negativ, ich denke sie leiden wirklich an einer Krankheit) Menschen in gewisser Weise immer ein „Opfer“ suchen: Auch bei einem selbst müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, damit man überhaupt in solch eine Konstellation gerät, zumindest war das bei mir so. Ich habe sehr viel über die Frage „Wie bin ich da hinein geraten und warum habe ich so lange nicht wieder herausgefunden?“ nachgedacht und musste mich dabei vor allem mit mir selbst auseinanderzusetzen.
    Dieses Nachdenken über mich selbst hat mich auf jeden Fall auch weitergebracht, ich weiß heute viel mehr über mich und woran ich in Bezug auf meine Persönlichkeit arbeiten muss. Ich möchte nie wieder Opfer eines solchen Menschen sein und kann das sehr gut als Motor für persönliche Veränderung und Weiterentwicklung nutzen und das Gleiche wünsche ich dir von Herzen auch!

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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, den Beitrag zu kommentieren! Bis Bald! Mimi :)